Volksbegehren für massive Videoüberwachung
24 Sep 2017

Volksbegehren für massive Videoüberwachung

Aktuell ist ein Bündnis aus Polizeigewerkschaft und Politikern diverser Parteien dabei, ein Volksbegehren für mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum voran zu bringen. Seit dem 13.09.2017 werden Unterschriften gesammelt, um die Installation von Kameras zum Objektschutz, an Verkehrsknotenpunkten oder ähnlichen Orten auszuweiten.

Im Zentrum steht der Gedanke, dass mehr Überwachung zu mehr „Sicherheit“ führen soll und dass die Aufklärungsraten für Verbrechen steigen. Insgesamt sollen rund 80 Millionen Euro in die Technik sowie die Bereitstellung fließen. Schätzungen zufolge sollen zwischen 2.000 und 2.500 Kameras im Stadtgebiet installiert werden.

Zum Einsatz kommen soll „intelligente“ Überwachungstechnik, die mittels Mustererkennung und Erhebung biometrischer Daten (also z.B. per Gesichtserkennung) „Verdächtige“ identifizieren und melden soll. Grundsätzlich kann also jeder als potentieller Täter ins Softwaremuster fallen und überwacht werden – nicht so schön. Auch sollen die erhobenen Aufnahmen langfristig gespeichert werden – die angestrebte Speicherungsfrist ist noch unbekannt.

Einige Fragen sollte man sich gründlich stellen, bevor man dem Eingriff in die Privatsphäre einfach so zu oder absagt:

  • Schaffen Kameras tatsächlich mehr Sicherheit für mich ?
  • Will ich immer überwacht werden ?
  • Was passiert, wenn trotz zunehmender Videoüberwachung keine Konsequenzen folgen bzw. umgesetzt werden ?

Man könnte anstatt nur in die Technik zu setzen, auch die Polizeipräsenz gleichauf mit der Technik erweitern, um ein Gleichgewicht zu finden.

Wir sind sehr gespannt, wo diese Entwicklung hingeht und halten Sie auf dem Laufendem!

 

Was passiert eigentlich, wenn 32 Videokameras einen U-Bahn-Waggon überwachen?

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